Energie ist die fundamentale physikalische Größe für die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten, Wärme abzugeben oder Licht auszusenden.
Seit prähistorischer Zeit stellen Maler Menschen und Tiere in der Bewegung dar.
Für seine Zeit revolutionär war William Turner. Im Spätwerk des englischen Romantikers „Regen, Dampf und Geschwindigkeit“ („Rain, Steam and Speed“ von 1844) spürt der Betrachter wie fasziniert der Maler war von der Energie und Schnelligkeit der über eine Brücke eilenden Lokomotive am Beginn eines neuen Zeitalters.
In der Fotografie lässt sich Energie durch Bewegung (Langzeitbelichtung), Linienführung (Dynamik und Komposition), Licht oder den gezielten Einsatz von Farben und Kontrasten sichtbar machen.
Die in vielen Bildern angewandte ICM-Technik (Intentional Camera Movement) erlaubt Eindrücke zu vermitteln ähnlich den großen Meistern im 19.Jahrhundert.
ICM ist ein Sammelbegriff für Aufnahmen die entstehen, während die Kamera bewegt wird (gedreht, gezogen, horizontal, vertikal, egal). Das bei Zoomobjektiven bewusste Ändern der Brennweite während der Aufnahme ist ebenfalls ICM.
Es entstehen Wischeffekte und impressionistisch anmutende Verläufe, die Stimmung und Bewegung beschreiben, weniger die Realität.
Benötigt werden eine ausreichend lange Belichtungszeit und ein gleichmäßiges Bewegen der Kamera. Niedriger ISO-Wert und geschlossene Blende helfen die Verschlusszeit zu verlängern. Graufilter ermöglichen lange Belichtungszeiten. Der Stabi sollte ausgeschaltet sein. Ein Stativ ist nicht erforderlich.
Das Gesamtspektrum der vorgestellten Fotos erstreckt sich von der Umsetzung von Energie in Bewegung im Sportbereich über Bilder von Energieträgern und weiteren Aufnahmen mit einem eher rätselhaften Themenbezug, mit und ohne ICM. Viel Spaß beim Betrachten der Bilder.
Genaueres zu ICM und anderen fotografischen Themen jeden ersten Dienstag im Monat um 19:00 Uhr im MGH.Interessenten können sich als Gäste auf der FiM-Webseite anmelden.
Im Juli 2026
Kurt Ebling

























