Fotoausstellung in Bingen Januar 2026

Presseveröffentlichungen:

Vorankündigung im Binger Wochenblatt Ausgabe 52/2025

AZ Artikel vom 5.Januar 2026:

Fotokunst zeigt Rheinhessen aus neuen Perspektiven

In der Ausstellung „Subjektiv durchs Objektiv“ sind Arbeiten von (v.l.) Claus Antes, Wolfgang Stwrtetschka, Wolfgang Schiwek und Ekkehard Wulff vertreten.

© Sören Heim

Rheinhessen anders sehen: In der Jahresausstellung „Subjektiv durchs Objektiv“ im Kunst Raum Bingen gewähren Fotografinnen und Fotografen überraschende Einblicke in ihre Heimat.

Bingen. Unter dem Titel „Rheinhessen – Subjektiv durchs Objektiv“ laden die Binger Photogesellschaft und Fotoclub Ingelheim im Mehrgenerationenhaus (FiM) vom 3. bis 28. Januar zu ihrer Jahresausstellung in den Kunst Raum Bingen (Kurabi) ein. Der Titel, erklärt Jürgen Ries vom Fotclub Ingelheim, spiegele die Idee der Ausstellung wider, die Landschaften und Städte, in denen die Fotografinnen und Fotografen leben und arbeiten, zu zeigen, aber nicht unbedingt so, wie man sie normalerweise kennt.

„Wir zeigen also keine idyllischen Landschaftsaufnahmen, sondern andere Blicke auf Rheinhessen.“ Das kann in dokumentarischer Weise geschehen, Straßenfotografie einschließen, aber durchaus auch experimentell, durch Makroaufnahmen oder nachträgliche Bearbeitung. Ries selbst ist etwa mit der Technik der ICM-Fotografie (Intentional Camera Movement) vertreten, bei der Bilder bereits während der Aufnahme durch Unschärfen verfremdet werden. Ekkehard Wulff zeigt unter anderem eine stimmungsvolle Sepiaaufnahme des Alten jüdischen Friedhofs in Worms. Von Günther Grohmann ist eine Aufnahme des Mäuseturms von der Insel aus vertreten. Romy Tayler kombiniert Mainzer Ampelmännchen mit dem Makro eines Narren am Fastnachtsbrunnen.

Fotogruppen aus Ingelheim und Bingen wachsen zusammen

Die beiden Fotogruppen aus Ingelheim und Bingen haben sich für ihre Jahresausstellung im ersten Corona-Jahr zusammengeschlossen und diese Tradition fortgeführt. Mit Ausstellungen in Bingen und in Ingelheim zeigen sie, was übers Jahr von den Mitgliedern einzeln oder auch in der Gruppe erarbeitet wurde. Die Ausstellung „Rheinhessen – Subjektiv durchs Objektiv“ etwa war bereits in der Sparkasse in Ingelheim zu sehen, ehe sie nun in Bingen gastiert.

Doch die Kooperation der Fotogruppen beschränkt sich nicht auf die jährliche Ausstellung. Längst ist das Projekt stärker zusammengewachsen. Es werden auch gemeinsame Fahrten zum Fotografieren unternommen, berichtet Ekkehard Wulff für die Binger Photogesellschaft. Gemeinsam wurden die Fleckenmauer in Dalsheim, der Herrnsheimer Schlosspark oder der Jüdische Friedhof Worms besucht. Und jeden ersten Dienstag im Monat trifft man sich beim Fotoclub Ingelheim im Mehrgenerationenhaus, wo auch neue Freunde der Fotografie willkommen sind. Gleiches gilt für die Treffen im Kunst Raum Bingen, die jeden dritten Mittwoch im Monat um 19 Uhr stattfinden.

Die Ausstellung „Rheinhessen – Subjektiv durchs Objektiv“ ist im Kunst Raum Bingen, Kapuzinerstraße 2, bis 28. Januar zu sehen. Vernissage, 3. Januar, 11 Uhr.

Öffnungszeiten sind Dienstag, Donnerstag und Freitag, 14 bis 18 Uhr sowie Mittwoch und Samstag von 10 bis 14 Uhr

Sören Heim

Binger Wochenblatt vom 10.01.2026 Nr.2 Ausgabe 840

Fotoausstellung in Ingelheim 2025

subjektiv durchs Objektiv-

Link zu Vorankündigung:

Nach Verlinkung auf Überschrift klicken

https://www.ingelheim.de/leben-freizeit/veranstaltungen/veranstaltungskalender

Rheinhessen

-Subjektiv durchs Objektiv-

Pressetext und Fotos zur Vernissage

Pressetext von Jürgen Ries:

„Subjektiv durchs Objektiv“ – Fotoausstellung der Fotogruppe im Mehrgenerationenhaus Ingelheim (FiM) und der Binger Photogesellschaft zeigt neue Blicke auf Rheinhessen

Ingelheim, 6. November 2025 – Unter dem Titel „Subjektiv durchs Objektiv“ präsentieren die Fotogruppe gemeinsam mit der Photogesellschaft Bingen ihre aktuelle Ausstellung im Foyer der Sparkasse Rhein-Nahe. Noch bis zum 24. November 2025 haben Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, die vielfältigen fotografischen Arbeiten zu entdecken, die in diesem Jahr unter dem thematischen Schwerpunkt „Rheinhessen – Subjektiv durchs Objektiv“ entstanden sind.

Die Vertreterin der Stadt Ingelheim, Frau Ulrike Bender bedankte sich für das langjährige Engagement der Fotofreunde. „Die regelmäßigen Fotoausstellungen des FiM gehören längst zum festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Ingelheim“, betonte sie.

Zur feierlichen Vernissage begrüßte Frau Tina Schiebel für die Sparkasse Rhein-Nahe die anwesenden Gäste sowie den Vorsitzenden der Fotofreunde, Dr. Maier-Harth, der in seiner Laudatio die Idee und Entstehung der Ausstellung näher erläuterte. „In diesem Jahr wollten wir wieder eine Ausstellung mit regionalem Bezug organisieren“, erklärte Dr. Maier-Harth. Insgesamt 20 Fotografinnen und Fotografen beider Gruppen zeigen 40 Bilder an den Stellwänden der Sparkasse, weitere sind auf dem Bildschirm im Foyer zu sehen.

Warum der Titel „Subjektiv durchs Objektiv“? Dr. Maier-Harth führte aus: „Die Idee war, nicht die üblichen Hochglanzfotos zu zeigen, die man in Prospekten, auf Internetseiten oder in Bildbänden findet. Wir wollten Verstecktes, weniger Bekanntes – vielleicht auch Bekanntes aus ungewohnter Perspektive – zeigen. Orte der Stille, alltägliche Szenen und spontane Momentaufnahmen aus Rheinhessen. Jede Fotografin und jeder Fotograf sollte am Ende aus der Fülle der Motive seine persönlichen Lieblingsbilder auswählen – also ganz subjektiv.“

Diese Herangehensweise spiegelt sich eindrucksvoll in der Ausstellung wider: mal poetisch, mal dokumentarisch, manchmal humorvoll, immer aber mit einem individuellen Blick auf die Region zwischen Rhein und Hunsrück. Die Bilder erzählen Geschichten – von sanften Hügellandschaften, alten Gemäuern, Weinbergen im Nebel oder kleinen Zufallsbegegnungen am Wegesrand.

Dr. Maier-Harth dankte in seiner Ansprache der Sparkasse Rhein-Nahe für die Möglichkeit, die Werke in deren Räumen präsentieren zu dürfen, sowie den Mitarbeitenden des Bauhofs der Stadt Ingelheim für die Bereitstellung der Stellwände. Sein besonderer Dank galt den ausstellenden Fotografinnen und Fotografen für ihren Einsatz und ihre Kreativität sowie den Besucherinnen und Besuchern, die mit ihrem Interesse die kulturelle Arbeit der Fotofreunde würdigen.

Die Ausstellung „Subjektiv durchs Objektiv“ lädt dazu ein, Rheinhessen mit neuen Augen zu sehen – nicht durch die Linse touristischer Klischees, sondern durch die persönlichen, oft überraschenden Sichtweisen engagierter Amateurfotografinnen und -fotografen.

Interessierte können die Ausstellung während der Öffnungszeiten der Sparkasse Rhein-Nahe im Foyer in Ingelheim besuchen. Der Eintritt ist frei.

Im Januar 2026 werden die Exponate dann im Kunstraum Bingen zu sehen sein.

Links zu Veröffentlichungen zur Ausstellung:

https://www.ingelheimer-marktplatz.de/kultur-8226-rheinhessen—subjektiv-durchs-objektiv.html

https://www.facebook.com/JournalLOKAL.de/posts/-neue-ausstellung-in-ingelheim-unter-dem-titel-rheinhessen-subjektiv-durchs-obje/1380023817466676/

Buchtipp

„The End is Near, Here“

Eine Gesellschaft am Rande des Abgrunds zeigen die Schwarz-Weiß-Fotos von Michael Dressel: Der 1958 in Ost-Berlin geborene Fotograf dokumentiert die Stimmung in seiner Wahlheimat USA vor der anstehenden Wahl. Jetzt zu sehen im Bildband.

https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/buchtipp-michael-dressel-the-end-is-near-here-100.html

https://hartmann-books.com/produkt-schlagwort/michael-dressel-de

Buchtipp:


Lebensgeschichten: Der neue Band „Devotion“ von Steve McCurrySteve
McCurry ist der vielleicht bekannteste lebende Fotograf der Welt. Viele
seiner Aufnahmen sind Ikonen. Etwa das afghanische Mädchen mit den
leuchtend grünen Augen. Sein neues Buch „Devotion“ hat er im
Amerikahaus in München vorgestellt.

Er ist gerade vom Flughafen angekommen und checkt im Hotel ein. Steve McCurry steht an der Rezeption im Münchner Viertel Lehel, scherzt mit dem Personal. Natürlich hat er sein Foto-Equipment in einem extra stabilen Rollkoffer dabei. Den gibt er nicht aus der Hand. Dazu eine kleine Sporttasche – mehr braucht’s nicht.

Er hat noch nicht gefrühstückt, deshalb schnell ein Cappuccino und ein bisschen Gebäck. „Wir können ruhig schon mit dem Interview anfangen“, sagt er mit vollem Mund. Also los! Die erste Frage – wer, wenn nicht er, weiß das: Was macht ein gutes Foto aus? „Ein gutes Foto“, sagt McCurry, „bewegt dich, du kannst es nicht vergessen! Es berührt dich und es erzählt eine gute Geschichte!“

McCurrys Fotografien zeigen die Traditionen, Rituale und Besonderheiten einer Gemeinschaft

Steve McCurry hat unzählige solcher Fotos gemacht. Mit leuchtenden Farben, emotionalen Momenten und Gesichtern, aus denen man Lebensgeschichten ablesen kann und die man nicht vergisst. Oft zeigen McCurrys Fotografien die Traditionen, Rituale und Besonderheiten einer Gemeinschaft. So auch im neue Band „Devotion“: Etwa wenn ein indigenes Volk aus Papua-Neuguinea mit tönernen Teufelsmasken tanzt oder wenn buddhistische Mönche kopfüber an Stangen hängen.

„Wenn sich Leute in 100 Jahren meine Arbeit anschauen, dann verstehen sie hoffentlich wie das Leben zu unserer Zeit war. Wie wir uns verhalten und angezogen haben, wie bestimmte Zeremonien ausgesehen haben. Ich verstehe meine Arbeit als positive Dokumentation der Welt“, sagt der Fotograf. McCurrys Aufnahmen vermitteln Menschlichkeit und Mitgefühl. Das gelingt ihm wahrscheinlich gerade deshalb so gut, weil er auch die andere menschliche Seite aus unmittelbarer Nähe kennengelernt hat.

 

https://www.br.de/nachrichten/kultur/lebensgeschichten-der-neue-band-devotion-von-steve-mccurry,TvaVeDL

Link:

https://www.penguin.de/Buch/Steve-McCurry-Devotion-Hingabe-150-Farbfotografien-zeigen-die-vielen-Gesichter-eines-universellen-Gefuehls/Pico-Iyer/Prestel/e621181.rhd

Neues Selbstverständnis in der Mainzer Architektur: Die Betonisten veröffentlichen Fotoband

Die Nachkriegsarchitektur entdecken, vermitteln und bewahren – so lautet das Ziel der Mainzer Initiative „Die Betonisten“. Dafür haben sie im vergangenen Jahr den Deutschen Preis für Denkmalschutz bekommen. Jetzt veröffentlichen sie ihren ersten eigenen Bildband. Es ist ein Buch, das den Blick für Mainzer Architektur und Städtebau in den Jahren 1970 bis 2000 schärft.

https://www.swr.de/swrkultur/literatur/das-neue-selbstverstaendnis-in-der-architektur-die-betonisten-veroeffentlichen-fotoband-mainz-1970-2000-100.html