Das Thema „Geh näher ran!“ kann und wurde unterschiedlich interpretiert. Zum einen kann damit der Fotograf selbst gemeint sein, zum anderen möchte er dies vielleicht seinem Motiv zurufen.
Zu beiden Interpretationen werden hier Aufnahmen gezeigt.
„Näher rangehen“ ist meiner Meinung nach der erste Schritt zu besseren Aufnahmen! Warum?
Das menschliche Auge sieht – vom Gehirn gesteuert – selektiv. Das heißt in einer Szene, die wir betrachten, fallen uns bestimmte Dinge „ins Auge“ und erregen mehr Interesse als andere. Der Kamera ist das alles egal. In der Aufnahme ist nicht mehr erkennbar, was unser Interesse geweckt hat.
Daraus folgt, dass der Fotograf sein Motiv stärker hervorheben muss. Das kann durch die Perspektive, durch Licht und Schatten, und eben auch durch „näher rangehen“ geschehen.
Zum Schluss noch ein anderer Aspekt: Durch die Verringerung der Entfernung verringert sich auch die innere Distanz zwischen Fotograf und Motiv. Der Fotograf kann sogar Teil der Szenerie werden und es kann zu einem – wie auch immer gearteten – Dialog kommen. Ich denke da an Portraits oder Streetfotografie. Dem Betrachter solcher Bilder wird das nicht verborgen bleiben.
Rudi Rogalla








































