12/2025 – Wolkenstimmung

Im Monat November hatte sich der Fotoclub im MGH mit dem Thema „Wolkenstimmungen“ beschäftigt. Dabei wurden diverse Einsatzgebiete der Fotografie abgedeckt wie

  • Dokumentarische Fotografie (hier zur meteorologischen Unterscheidung der verschiedenen Wolkentypen),
  • Landschafts- und Architekturfotografie,
  • Imaginationen und Abstraktionen in der Fotografie.

Während die Wolkenstimmung bei der Architekturfotografie nur als Unterstützung des Hauptmotivs eine Rolle spielt, kann sie bei der Landschaftsfotografie unter Beachtung der sog. Drittelregel oder des goldenen Schnitts bei der Bildgestaltung auch in den Vordergrund treten.

Die Fotografin oder der Fotograf wird bei der Betrachtung von Wolkenformationen in seine Kindheit zurückversetzt und erkennt darin oftmals Menschen oder Tiere, die als Imaginationen fotografisch festgehalten werden.

Bereits in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte der amerikanische Fotograf und Galerist Alfred Stieglitz mit seinen eindrucksvollen Wolkenbildern mit dem Titel „Equivalents“ das Ausdruckspotential der Fotografie gezeigt und eine Grundlage für die abstrakte Fotografie geschaffen.

Beim Fotografieren von Wolkenbildern können folgende Tipps besonders hilfreich sein:

  • das Morgen- oder Abendlicht („goldene Stunde“) kann schöne Farbstimmungen erzeugen.
  • Kontraste zwischen Wolken und Himmel können durch den Einsatz eines Polfilters verstärkt werden.
  • Grauverlaufsfilter können dagegen starken Helligkeitsunterschieden entgegenwirken.
  • Die Wahl einer kleinen Blende (f/8 – 11) sorgt für durchgehende Schärfe vom Vordergrund bis zu den Wolken.

Aus den zahlreichen Aufnahmen der Mitglieder des Fotoclubs wurde deutlich: Man sollte Wolkenstimmungen bei Außenaufnahmen Beachtung schenken – es lohnt sich fast immer!

Günther Mussel