In der bildenden Kunst ist der Begriff besetzt durch Darstellungen künstlich angeordneter unbelebter Gegenstände wie Blumenarrangements, sorgsam komponierter Jagd- und Ernteprodukte oder auch – in überhöhter Form – Umdeutung und Neuinterpretation von Obst und Gemüsekomponenten als Bildbestanteile wie etwa beim Renaissance-Künstler Arcimboldo.
In der Fotografie wird seit Beginn ihrer technischen Reife das Thema aufgegriffen und kehrt dort als „Table Top“- oder „Still Life“-Fotografie wieder. Fotografen wie Edward Steichen, Ansel Adams oder in neuerer Zeit Michael Wesely interpretierten die Stilrichtung jeweils auf ihre eigene Weise neu.
In den vielfältigen Fotos der Gruppenmitglieder fanden sich all diese Konzepte in mehr oder weniger strengen Neu-Interpretationen. Es gab nicht nur Bilder künstlich geschaffener Anordnungen von Gegenständen zu sehen, bei denen die Fotografen selbst zu Arrangeuren geworden waren. Auch zufällig „gefundene“, arrangiert wirkende Kompositionen von Objekten (z.B. in der Natur) waren zu sehen. Diese wurden oft durch gezielte Anwendung von farbigen Beleuchtungen, Schwarzweißdarstellungen oder das gezielte Spiel mit Schärfe und Unschärfe im Bild aus der rein dokumentarischen in eine mehr künstlerisch-abstrakte Darstellung transportiert. Ein spannendes Thema, das die große Experimentierfreudigkeit der Gruppe dokumentierte
Jochen Lichtenthäler














































